31 12 2006

In einigen Stunden ist dieses Jahr zu Ende – das nehme ich zum Anlass um allen Besuchern meines Fotoblogs ein glückliches und erfolgreiches 2007 zu wünschen!

Etwas Lehrreiches will ich aber auch in diesem letzten Eintrag des Jahres kurz behandeln: Die digitale Signatur.

Genau wie Markenhersteller ihren Namen oder ein Symbol einsetzen, oder Bildhauer ihre Gemälde unterschreiben, so kann auch ein Photograph seine Bilder markieren. Das gibt jedem Foto eine letzte persönliche Note. Auch wenn der Stil des Photographen sich mit der Zeit ändert – so erkennt man über seine Signatur immer seine Arbeit.

Zu beachten gibt es dabei ein paar Punkte: Die Signatur sollte einfach und einprägsam sein und dabei auf keinen Fall zu dominant wirken. Man platziert diese am besten in einer Bildecke (z.B. klassisch rechts unten wie die meisten Bildhauer) – da stört sie am wenigsten und da erwartet sie der Betrachter auch am ehesten.

Russell Brown zeigt in seinen Video-Tutorials (im Quicktime Format) anschaulich und unterhaltsam was man mit Photoshop anstellen kann – mein Webtipp des Jahres.
Wie man seine Bilder mit einer Signatur versieht, erzählt Russell in diesem Tutorial.

Anbei ein Bild mit meiner neu-kreierten digitalen Signatur (meine Initialen zu einem Zeichen verschmolzen). Wie von vielen gewünscht ein weiteres Bild von der Venus 2006 – wir zeigen dem alten Jahr den Rücken und schauen mit einem Lächeln in die Zukunft!

Update: Das zweite Bild zeigt Monique Alexander beim Autogrammkarten signieren. Kein besonders tolles Foto, aber das natürliche Lächeln wollte ich euch nicht vorenthalten – wenn man’s nicht besser wüsste, könnte man annehmen sie signiert gerade ein Kinderbuch – eine Seltenheit auf der Venus.

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23 12 2006

Die Temperaturen draußen täuschen – Morgen ist tatsächlich Heiligabend! Ich wünsche allen, die Weihnachten feiern, ein schönes und besinnliches Fest und viele Geschenke! Die Läden in ganz Deutschland waren heute erwartungsgemäß überfüllt, in den Medien wird dafür gerne das Wort “Ausnahmezustand” verwendet. Es zeigt sich, viele besorgen ihre Geschenke erst kurz vor dem Fest. Wohl denen, die ihre Einkäufe schon vorher erledigt haben.

Ich gebe es zu, ich war heute ebenfalls draußen, um noch einige Geschenke zu besorgen. Auf dem Weg nach Hause gab es eine Überraschung – mein Foto vom kleinen Engel (hier bereits gezeigt) ist mir in der U-Bahn begegnet. Es wurde als Foto des Tages ausgewählt und stimmte am heutigen Tag die Fahrgäste in den U-Bahnzügen der Berliner Verkehrsbetriebe auf das kommende Weihnachtsfest ein. Ich freue mich, dass mein Weihnachtsgruß bei so vielen Menschen angekommen ist!

Zur Erinnerung habe ich ein Foto vom Foto gemacht. :D

Berliner Fenster



22 12 2006

Viele Menschen, die ihre Bilder am Computer bearbeiten, haben schonmal wenigstens darüber nachgedacht, sich ein Grafiktablett anzuschaffen. Empfohlen wird dabei immer die Marke Wacom, der de-facto Marktführer im Grafiktablettmarkt, vergleichbar mit Adobe im Kreativsoftwarebereich.

Wozu braucht man nun ein Grafiktablett?
Ein Grafiktablett bietet einige Vorteile im Vergleich zur Maus – erstens hat man damit eine ungleich bessere Kontrolle über die eigenen Handbewegungen. Wer schonmal versucht hat seinen Namen mit der Maus auf dem Bildschirm zu schreiben, weiß wovon ich rede. Mit dem Tablett geht das ganz natürlich wie das Schreiben auf einem Blatt Papier.
Ein weiterer Vorteil ist die Drucksensitivität. Man kann also nicht nur präziser arbeiten, sondern dabei auch ganz gezielt dosieren, z.B. wie dick ein Strich oder wie groß die Farbdeckung des Pinsels oder die Stärke des Radierers sein soll.

Je nach Modell gibt es noch andere Zusatzfunktionen: Das hintere Ende vom Stift meines Tabletts wird in Photoshop als Radierer erkannt, man dreht also einfach den Stift um und radiert – ebenfalls drucksensitiv – als ob man einen Bleistift in der Hand halten würde. Mein Stift hat außerdem zwei programmierbare Tasten – eine habe ich mit “Rechtsklick” und die andere mit “Alt+Strg+Z” (“Schritt rückwärts” in Photoshop) belegt. Auf dem Tablett selbst befinden sich ebenfalls noch zwei programmierbare Tasten sowie ein Scrollrad, was in Photoshop die Tastatur für viele Schritte überflüssig macht.

Die Tabletts gibt es in verschiedenen Größen, die gebräuchlichsten sind A6, A5 und A4. Zur Bildbearbeitung reicht A6 – will man zeichnen, braucht man unter Umständen mehr Platz, aber das kommt auf den individuellen Zeichenstil an. Ich habe ein A5 Tablett und finde die Größe mehr als ausreichend.

Ein Tablett lohnt sich natürlich primär für Grafikdesign – zeichnen auf dem PC geht ohne Tablett und Stift nicht. Aber auch bei der Bildbearbeitung ist ein Grafiktablett sehr hilfreich zum einfacheren Maskieren, Retuschieren etc.

Die Eingewöhnungszeit ist erfreulich kurz – man bewegt den Mauszeiger indem man den Stift über der Oberfläche des Tabletts (bis 5 mm hoch) bewegt, wenn man mit dem Stift das Tablett berührt, gilt das als ein Klick. Man kann natürlich auch doppelklicken indem man zweimal hintereinander mit dem Stift das Tablett antippt.

Ein positiver Nebeneffekt ist die Entlastung für die Hand – nach ein paar Stunden intensiver Mausarbeit kann es schon passieren, dass die Hand schmerzt und leicht anschwillt. Die Arbeit mit dem Stift scheint mir ergonomischer zu sein. Man kann natürlich auch ganz auf die Maus verzichten und alle Programme mit dem Tablett bedienen.

Ich kann für mich sagen, dass ich durch das Tablett die Freude am Zeichnen wiederentdeckt habe, so kritzele ich z.B. gerne Bildchen in MSN Messenger-Konversationen, statt wie früher auf der Tastatur zu tippen. Das erste Bild, das ich mit dem Tablett bearbeitet habe, gibt es natürlich ebenfalls – alles andere als ein Meisterwerk, aber als eine Demonstration soll es für den Anfang reichen.

Break



11 12 2006

Was machen wir am Wochenende? Für viele ist die Antwort klar. Kinosbesuche machen insbesondere bei Jugendlichen einen Großteil des Kulturprogramms aus. Das Durchschnittsalter bei Ballett, Theater und klassischer Musik tendiert hingegen gegen 60.
Am Samstag war ich in Bollewick (Mecklenburg, ca. 150 km nördlich von Berlin), um die jungen Frauen der Irish Dance Gruppe Inisheer bei ihrem Auftritt zu fotografieren. Die Stimmung war gelöst und das Publikum begeistert. Für jeden Geschmack wurde etwas geboten – auch die Performance der Nachwuchstänzerinen von der Nelson Mandela Schule in Berlin kam bei Alt und Jung sehr gut an.
Ich habe Mäuschen gespielt und habe einem kleinen Zuschauer, der gebannt der Vorstellung folgte, über die Schulter geschaut – mein persönliches Mäusekino.

Maeusekino