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08
2006
Das Modemagazin “Glamour” hat heute in Berlin ein Event der besonderen Art veranstaltet: 100 Frauen sprinteten auf 100 m Distanz über den Kurfürstendamm. Auf hohen Absätzen. Stilettos sind schon beim “normalen” Gebrauch nicht besonders gut für die Knochen – für einen Sprint sind sie in der Tat noch viel weniger geeignet.
75 Minuten später als angekündigt fiel der Startschuss. Die Mädels liefen los, und das nicht zu langsam!
Die Gewinnerin hat die 100 m in sage und schreibe 12 Sekunden geschafft (ehrlich gesagt zweifle ich daran, wenn man bedenkt, dass die Weltbestzeit der Damen auf 100 m bei 10,49 s liegt). Ihr Gewinn war ein Einkaufsgutschein für das KaDeWe in Höhe von 10.000 EUR. Dafür wird sie sich viele neue Schuhe kaufen können (ihre Stilettos sind jedenfalls hin). Prämiert wurde außerdem die Dame mit den ausgefallensten Schuhen (1.000 EUR KaDeWe-Gutschein), die Absätze waren 13 cm hoch (siehe letztes Bild) und die Dame mit der interessantesten Kleidung (2.000 EUR KaDeWe-Gutschein), diese trug einen Jeansminirock und eine Kunstpelzweste (letztes Bild, links). Mitglied der Jury war übrigens Bruce Darnell, bekannt aus der Pro7-Show “Germany’s Next Topmodel” (letztes Bild, rechts).
Am Dienstag geht es für mich und meine Freundin nach Irland – habe mir dafür eine neue 2 GB Speicherkarte gekauft (150x Transcend – sehr zu empfehlen), außerdem hat mir meine Großmutter eine schicke grüne Umhängetasche für mein Stativ genäht (knuffig, ich weiß). Meine D50 transportiere ich neuerdings in einer modischen orangen Crumpler Tasche (Ben’s Pizza XXL), da findet auch noch das Blitzgerät und ein zweites Objektiv Platz, sowie das ProMax System, Fernbedienung, Gegenlichtblenden, Speicherkarte etc. Wer sagt, dass nur Glamour-Leserinnen etwas von Mode verstehen?
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08
2006
Heute ausnahmsweise ein Titel in Englisch, ich finde das passt zum heutigen Thema – Selbstportrait.
Anbei mein erster kläglicher Versuch eines Selbstportraits Nachts im Freien. Es gab dabei einige Schwierigkeiten zu bewältigen.
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1. Die Dunkelheit – ich wünschte mir meine D50 hätte ein beleuchtbares LCD-Display, habe notdürftig mein Handy als Taschenlampe missbraucht. Es hilft auch wenn man die Funktionen seiner Kamera blind beherrscht.
- 2. Fokus – Autofokus kann man vergessen, man steht ja hinter der Kamera wenn man den Auslöser drückt. Man kann entweder manuell fokussieren (habe ich getan) oder auf etwas in der Nähe des späteren Aufenthaltsortes – wenn’s da etwas gibt – fokussieren. Jetzt habe ich einen Infrarot-Auslöser für meine Kamera, der hätte mir gestern sehr geholfen.
- 3. Positionierung – wann ist man genau im Bild? Da hilft nur ausprobieren, es sei denn es gibt irgendeinen Anhaltspunkt, an dem man sich orientieren kann. Je größer die Brennweite, desto schwieriger.
- 4. Belichtung – welche Zeit/Blendenkombination ist gut? Da hilft wiederum nur ausprobieren. Der Hintergrund sowie der Vordergrund (man selbst) sollte gleich gut ausgeleuchtet sein – und am besten noch gleichfarbig. Bei dem folgenden Foto hatte ich Blende 8 und 13 s Belichtungszeit eingestellt. Der Blitz wurde auf den zweiten Verschlussvorhang ausgelöst, volle Kraft, mit goldenem Reflektor in meinem Lumiquest ProMax (siehe Eintrag vom 26.07.06).
- 5. Stabilität – bei langen Belichtungszeiten sollte man auf jeden Fall ein Stativ verwenden, was ich auch getan habe. Ich stand aber auf einer Brücke über einer Straße. Die Brücke wurde merklich in Schwingung versetzt wenn jemand über diese lief – da hieß es abzuwarten.
- 6. Passanten – die Brücke, auf der ich stand, verband zwei Parkhälften miteinander, es gab zu der Zeit (22-23 Uhr) noch einige Jogger und Spaziergänger, die meisten schauten nur neugierig (man stelle sich vor, ein Stativ, mit einer Kamera in 2 m Höhe, samt Blitzgerät und Lumiquest drauf – das ist nicht besonders unauffällig), manche hielten an und fragten mich interessiert was genau ich mache, oder was für eine Kamera das ist.
- 7. Modeln – die 6 vorhergenannten Punkte machten einem das Leben als Photograph schon schwierig genug – aber bei einem Selbstportrait ist man ja bekanntlich gleichzeitig das photographierte Objekt. Ich bitte das verstört-gestresste Äußere zu entschuldigen.. ich könnte jetzt natürlich sagen es war Absicht, da es zum Großstadtdurcheinander im Hintergrund passt – war aber keine Absicht.
Das zweite Bild trägt den Titel “Ein Schuss ins Grüne“, es ist ein Foto von den Glaselementen aus einem Hauseingang mit ein paar Schusslöchern. Fand es interessant, da man in Berlin sowas nicht jeden Tag sieht. Das grüne Glaselement habe ich noch zusätzlich hervorgehoben, indem ich die anderen entsättigte.
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